Peter Edel Haus
Kulturhaus “Peter Edel” im Mai 2017

 

Das Gebäude an der Berliner Allee wurde bereits Ende des 19. Jahrhundert gebaut. Die Gegend rund um den Weißen See war schon damals bei den Berlinerinnen und Berlinern sehr beliebt. Es diente zunächst als Ballsaal und Gaststätte der daneben liegenden Brauerei Sternecker. In den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg betrieb die Kindl-Brauerei das Haus als Gaststätte.
In der DDR wurde das Haus zunächst als „Volkshaus Weißensee“ betrieben und später nach dem Grafiker Peter Edel benannt. Viele Musikveranstaltungen, vor allem im Jazz-Bereich, Tanztee für Senioren und Discos bereicherten das Kulturleben. Nach der Wende begann das Programm allerdings auszudünnen. Geld für dringend notwendige Sanierungen fehlte, kulturelle Förderung gab es weitgehend an anderen Stellen. Noch bis 2009 gab es verschiedene Zwischennutzungen, unter anderem durch die Berliner Schule für Schauspiel, seitdem wurde das Haus nicht mehr genutzt

 

Was ist geplant?

Für die SPD – aber auch die anderen relevanten Kräfte der Bezirkspolitik – war stets klar, dass das Haus in bester Lage keiner privaten Nutzung, also etwa dem Wohnungsbau oder einem Supermarkt zugeführt werden soll. Ziel war es stets, das Haus in öffentlicher Nutzung, etwa für kulturelle Zwecke oder Bildung zu erhalten, die wieder eine Nutzung des großen Saales und eine Gastronomie vor Ort möglich machen. Interessenten für das Gebäude gab es mehrere, u.a. einen Kulturverein aus Weißensee oder eine Schauspielschule. Diese Projekte scheiterten aber an den hohen Sanierungskosten von ca. 2 Millionen Euro aufwärts.

Wie ist der Stand der Dinge?

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Großer Saal – Juni 2017

Inzwischen ist allerdings der Durchbruch erreicht. Der Vertragspartner „Kommunales Bildungswerk e.V.“ wird das Gebäude übernehmen, sanieren und künftig für die Bildungsarbeit nutzen. Neben den Bildungsangeboten des Trägers wird auch die kulturelle Nutzung, die Nutzung in der Nachbarschaftsarbeit und Gastronomie wieder möglich. Geplant ist, dass Bürgerinnen und Bürger aus Weißensee in einer Art „Beirat“ auch Vorschläge für die kulturelle Nutzung machen können. Darüber hinaus soll zukünftig eine Dachterrasse einen Blick über den Weißen See bieten. Ferner werden Räume im Gebäude auch für Private anzumieten sein.

Angedacht sind Investitionen in Höhe von ca. sechs Millionen Euro am Standort. Der Anbau aus den siebziger Jahren sackte mittlerweile ab und wird abgerissen. Somit wird das Kulturhaus in seine ursprüngliche Fassung versetzt. Das Hauptgebäude, der große und der kleine Saal werden saniert und wieder nutzbar gemacht.

Der Träger „Kommunales Bildungswerk e.V.“ hat inzwischen die Finanzierung sichergestellt. Baubeginn wird voraussichtlich im 3. Quartal 2017 sein. Die Fertigstellung soll zum Weißenseer Blumenfest 2019 erfolgen.

 

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