Ehemalige Boxsporthalle
Ehemalige Boxsporthalle

Hinter dem Kulturhaus „Peter Edel“ und dem inzwischen für die Wohnnutzung sanierten Gebäude der früheren Brauerei befindet sich noch eine alte, seit vielen Jahren ungenutzte Sporthalle, die zuletzt zum Boxen genutzt wurde.

Halle und Grundstück waren eigentlich schon beim Liegenschaftsfonds und sollten ebenfalls als Grundstück für den Wohnungsbau veräußert worden, bis die Weißenseer Politik 2011 darauf aufmerksam wurde.

Einstimmig wurde in der Bezirksverordnetenversammlung beschlossen, dass am Standort auch weiterhin eine Nutzung für sportliche Zwecke zu bevorzugen ist und hat ein entsprechendes Interessenbekundungsverfahren initiiert. Aus diesem Verfahren ging der Dokan Sportclub als Sieger hervor. Dokan ist ein eingetragener Karate-Sportverein und gleichzeitig ein Unternehmen in Weißensee, welches seit Jahren direkt nebenan ein Fitnessstudio betreibt.

Was ist geplant?

Nachdem zunächst die Sanierung der Boxhalle geplant war, hat sich Bausubstanz als letztlich nicht mehr sanierungsfähig erwiesen. Der Investor plant hier demnach den Abriss der alten Halle und den Neubau einer neuen Sporthalle mit entsprechenden Einrichtungen für Karatetraining, weiterhin ein modernes Sportstudio mit Gerätetraining, Kursangeboten und einer Sauna.

Wie ist der Stand der Dinge?

Es handelt sich um ein Millionenprojekt, für das der private Investor zunächst eine Planung erstellen und dann die entsprechenden Kreditzusagen einholen musste. Im nächsten Schritt steht nun die Erarbeitung eines Erbpachtvertrages an. Zu den Schwierigkeiten gehört, dass es sich bei Dokan einerseits um einen eingetragenen und förderungswürdigen Sportverein handelt, der mit vielen Hunderten Mitgliedern, vor allen Kindern, Sport betreibt. Als solcher gibt es in Berlin die Möglichkeit, zu deutlich niedriger Erbpacht zu pachten. Auf der anderen Seite steht ein kommerzieller Geschäftsbetrieb für das Sportstudio, der nicht förderungswürdig ist.

Gelungen ist inzwischen ein Kompromiss, nachdem der bisherige Dokan-Standort weiterbetrieben werden kann, obwohl das Gebäude verkauft ist und für eine andere Nutzung hergerichtet werden soll.

Der Investor rechnet nach Abschluss aller Modalitäten mit einer Bauzeit von etwa einem Jahr.

 

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