Was bewegt Sport-Berlin? Seine Sportgrundstücke

Sportflächen sind die Grundlage für das gemeinsame Sporttreiben in Berlin. Das Land und die Bezirke stellen den förderungswürdigen Sportvereinen verfügbare Sporthallen und -plätze unentgeltlich zur Verfügung. Im Rahmen von Pachtverträgen oder Erbbaurechtsverträgen nutzen darüber hinaus manche Vereine landeseigene Sportflächen exklusiv.

Im Unterschied zu einem Pachtvertrag bietet das Erbbaurecht die Möglichkeit, auf dem Grundstück eigene Bauten langfristig zu errichten, z.B. Vereinsheime. Für die Sportvereine ist es dabei wichtig, langfristig planen zu können. Insbesondere bei größeren Bauvorhaben gibt es z.B. die Bankkredite nur, wenn die Grundstücksnutzung langfristig – in der Regel 35 Jahre aufwärts – gesichert sind.

Eine wichtige Besonderheit: auch die Verpachtung von Grundstücken an förderungswürdige Sportvereine erfolgt zu ermäßigten Sätzen. Gemeinnützige Sportvereine zahlen nur ein Fünftel des Satzes, den kommerzielle Nutzer bezahlen müssen.

Bis vor einigen Jahren hat das Land Berlin auch Grundstücke an Vereine verkauft. Dieses ist im Rahmen der neuen Liegenschaftspolitik beendet worden. Einige Vereine bedauern dies, weil z.B. die Spendenbereitschaft ihrer Mitglieder für den Erwerb der Grundstücke größer sei.

Eine Anhörung im Sportausschuss hat aber vergangene Woche auch deutlich gemacht: selbst wenn zu einem ermäßigten Satz (20% des Verkehrswerts) an Vereine verkauft wird, so liegt der Kaufpreis in etwa so hoch wie 100 Jahre Pachtzins. Nach meiner Überzeugung ist es aber sinnvoller, dass Sportvereine ihr Kapital in die sportliche Infrastruktur investieren anstatt in den Grund und Boden.

Die Vergabe im Rahmen von langfristigen Pacht- und Erbbaurechtsverträgen ermöglicht es den Vereinen gesichert in Ihre Zukunft zu gehen und ihre Gelder nicht in Grundstückskäufe sondern in den Sport fließen. Grundstücke für langfristiges Sporttreiben sichern – das bewegt Sport Berlin.

Bis bald,

Euer Dennis Buchner

2 Antworten

  1. Manfred Schlösser
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    Ich suchte eigentlich Ihren Offenen Brief, denn als83jähriger, leider 100% Hörgeschädigter , alter Sozialdemokrat fürchte auch ich, dass trotz einiger weniger herausragender Köpfe unsrer Partei mit der gegenwärtigen Besatzung das Schiff nicht mehr in Fahrt kommt, was dringend- wie schon einmal! – das Gebot der Stunde wäre, um dem beängstigenden Vor-marsch der Rechten in ganz Europa endlich Einhalt zu gebieten!
    Der Verweis, aus Würselen zukommen, wo neuerdings Weltpolitik gemacht werden soll, ists nicht getan, auch nicht mit halbherzigem Demokratie-Verständnis. Manchmal m u s s zugunsten einer übergeordneten Sache entschieden werden o h n e Mehrheitsmeinung, die ohnehin von Ideologen gesteuert ist! Tegelerhalt wäre ein Verbrechen an unsren Kindern und Kindeskindern angesichts fehlender Grundstücke für Wohnungs- und Wirtschaftsausbau! In Brandenburg gibt es genug billiges Land für 2. Flughafen, der meiner Überzeugung nach genau soviel wie der Tegelerhalt kosten würde!
    Mir freundl. Grüssen
    Manfred Schlösser

  2. Team Buchner
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    Sehr geehrter Herr Schlösser,

    vielen Dank für Ihren Kommentar. Über diesen Link gelangen Sie direkt zum angedeuteten Beitrag.
    http://dennis-buchner.de/nicht-mehr-auf-der-hoehe-der-zeit/

    Gerade im Bezug auf den Erhalt des Flughafen Tegels haben Sie absolut Recht. Genau aus diesem Grund haben wir uns vehement gegen die Offenhaltung gewehrt. Aktuell sind wir jedoch verpflichtet dem Ergebnis des Volksentscheides Rechnung zu tragen und weitere Optionen zu prüfen.

    Eine weitere Auseinandersetzung mit dem offenen Brief finden Sie ebenfalls direkt unter dem angegebenen Link.

    Mit freundlichem Gruß
    Team Buchner

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