
Die gestern veröffentlichten, aktuellen Zahlen des Landessportbund Berlin zum Stichtag 1. Januar 2026 sind ein starkes Signal: 822.294 Mitgliedschaften in den Vereinen, ein Plus von 12.858 innerhalb eines Jahres. Für mich ist klar: Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern Ausdruck einer lebendigen, solidarischen und vielfältigen Metropole.
Als sportpolitischer Sprecher der SPD im Abgeordnetenhaus erfüllt mich diese Entwicklung mit großer Freude – und mit politischem Auftrag. Denn der organisierte Sport wächst mit 1,59 Prozent deutlich stärker als die Bevölkerung. Das zeigt: Sportvereine sind nicht nur Orte der Bewegung, sondern Orte des Zusammenhalts, der Integration und der Teilhabe.
Mein besonderer Blick gilt dabei dem starken Zuwachs bei Frauen und Mädchen. Ein Plus von über fünf Prozent ist mehr als eine Zahl – es ist ein Fortschritt in Richtung Gleichberechtigung im Sport. Dass gerade hier so viele neue Mitglieder gewonnen werden konnten, ist ein Erfolg der engagierten Vereinsarbeit in unserer Stadt.
Wie der Präsident des Landssportbundes Thomas Härtel zurecht betont, stehen die Vereine gleichzeitig vor großen Herausforderungen: Sanierungsstau, Wartelisten und steigender Bedarf an Sportflächen. Genau hier liegt unsere politische Verantwortung. Wir müssen die Rahmenbedingungen so gestalten, dass dieser Aufschwung nicht gebremst, sondern verstärkt wird.
Besonders beeindruckend ist die Breite des Wachstums: Vom Berliner Fußball-Verband, der weiterhin die größte Mitgliederbasis stellt, bis hin zu dynamisch wachsenden Verbänden wie dem Kick-Boxen oder Rollsport. Auch unsere großen Traditionsvereine wie 1. FC Union Berlin und Hertha BSC zeigen eindrucksvoll, welche Strahlkraft Sport in dieser Stadt entfalten kann.
Gleichzeitig dürfen wir die kleineren Vereine nicht aus dem Blick verlieren. Sie sind das Rückgrat des Berliner Sports – oft ehrenamtlich geführt, tief in den Kiezen verankert und unverzichtbar für das soziale Gefüge. Ob SC Charlottenburg, SC Siemensstadt, Pfeffersport oder Rugby Klub 03: Sie alle leisten tagtäglich Herausragendes.
Die Zahlen zeigen auch deutlich: Kinder und Jugendliche drängen verstärkt in die Vereine. Das ist eine große Chance – und eine klare Aufforderung an uns, die Verzahnung von Schule und Sport weiter auszubauen. Mehr Bewegung im Alltag, mehr qualifizierte Sportlehrkräfte und moderne Sportanlagen sind der Schlüssel für eine gesunde Zukunft unserer Stadt.
Berlin ist eine Sportmetropole – nicht nur auf den großen Bühnen, sondern vor allem in den Turnhallen, auf den Plätzen und in den Vereinen. Dieses Wachstum macht Mut. Es zeigt, was möglich ist, wenn Engagement, Leidenschaft und politische Unterstützung zusammenkommen.
Mein Ziel ist klar: Wir wollen diesen Weg weitergehen – mit Investitionen, mit klugen Konzepten und mit einer klaren Haltung für den Sport als Herzstück unserer Stadtgesellschaft.
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