
Am 22. Juli erinnern wir an eines der dunkelsten Kapitel der europäischen Nachkriegsgeschichte. Bei den rechtsterroristischen Anschlägen in Norwegen wurden 2011 insgesamt 77 Menschen ermordet – darunter 69 überwiegend junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Sommerlagers der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF auf der Insel Utøya. Der Anschlag richtete sich gezielt gegen junge Menschen, die sich für Demokratie, Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt engagierten.
Ihr Andenken verpflichtet uns. Gerade in einer Zeit, in der Hass, Hetze und extremistisches Gedankengut wieder lauter werden, dürfen wir niemals vergessen, wohin Menschenverachtung und politische Radikalisierung führen können. Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit – sie lebt von Menschen, die sich einmischen, Verantwortung übernehmen und füreinander einstehen.
Unsere Gedanken sind heute bei den Opfern, ihren Familien, den Überlebenden und allen, die bis heute die Folgen dieses schrecklichen Tages tragen. Ihr Schicksal mahnt uns: Erinnern allein genügt nicht. Wir müssen jeden Tag entschlossen für Demokratie, Freiheit, Vielfalt und ein friedliches Miteinander eintreten. Nie wieder darf Hass stärker sein als unsere Menschlichkeit.
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