13. August – Gedenktag an den Bau der Berliner Mauer

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Der 13. August 1961 steht für die Teilung Berlins in Ost und West. Der Bau der Mauer steht bis heute für die Gewalt eines Regimes, das seine Bürger einsperren musste, um seinen Machterhalt zu sichern. Auch im Jahr 2026, 65 Jahre später, ist das Gedenken an diesen Tag eine Verpflichtung.

In Weißensee, auf dem evangelischen Auferstehungsfriedhof in der Indira-Gandhi-Straße 110, kommen wir Jahr für Jahr zusammen, um der Opfer der Berliner Mauer zu gedenken. Es ist ein Ort der stillen Trauer, aber auch der lebendigen Erinnerung – an Schicksale, die nicht vergessen werden dürfen.

Besonders erinnern wir an Peter Fechter, dessen Name untrennbar mit der Grausamkeit dieser Grenze verbunden ist. Peter wuchs in Weißensee auf, in der Behaimstraße 11, nicht unweit unseres Büros. Er war erst 18 Jahre alt, als er im August 1962 versuchte, über die Berliner Mauer in den Westen zu fliehen – um seine Schwester wiederzusehen, die er durch die Teilung nicht mehr treffen durfte. Bei seinem Fluchtversuch wurde Peter Fechter von DDR-Grenzsoldaten angeschossen. Er verblutete auf dem Todesstreifen – ohne Hilfe, umgeben von Stacheldraht, während Menschen aus dem Westen machtlos zusehen mussten und die DDR-Grenzer jede Hilfe verweigerten.

In diesem Jahr wäre Peter Fechter 82 Jahre alt geworden. Das Leid, das Menschen wie Peter Fechter ertragen mussten, darf niemals vergessen werden. Die Stelle an der Zimmerstraße, wo Peter starb, erinnert uns täglich daran, wohin Unfreiheit, Abschottung und politische Unterdrückung führen können. Genau deswegen ist es umso wichtiger, sich für die Demokratie und Mitmenschlichkeit einzusetzen und gegen Unfreiheit und politische Unterdrückung zu kämpfen und sich zu widersetzen.

Heute leben wir in einem freien, demokratischen Land. Aber diese Freiheit ist nie selbstverständlich. Sie zu bewahren, bedeutet, aus der Geschichte zu lernen – und jenen zu gedenken, die den höchsten Preis dafür zahlten.

Peter Fechters Geschichte ist kein Einzelfall, sondern steht für tausende andere Schicksale. Für Familien, die auseinandergerissen wurden, sowie für junge Menschen, deren Sehnsucht nach Freiheit mit dem Leben bezahlt wurde. Die Berliner Mauer war nicht nur Beton – sie war Ausdruck einer menschenverachtenden Politik der SED und seiner Führung. Wir erinnern, um zu verhindern, dass sich so etwas je wiederholt.

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