Millionen Menschen wurden entrechtet, verfolgt und ermordet: sechs Millionen Jüdinnen und Juden sowie Sinti und Roma, Homosexuelle, politische Gegnerinnen und Gegner, Menschen mit Behinderungen und viele weitere. Hinter jeder Zahl stand ein Mensch – mit einem eigenen Leben, mit Hoffnungen, Plänen und Träumen, die durch das NS-Regime gewaltsam zerstört wurden.
Erinnerungsorte wie das Mahnmal „Gleis 17“ am Bahnhof Grunewald oder die KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen geben diesen Menschen ihre Namen und Geschichten zurück. Sie machen sichtbar, wohin Ausgrenzung, Hass und Entmenschlichung führen können, und fordern uns auf, Verantwortung zu übernehmen.
Am Mahnmal „Gleis 17“ erinnern wir an die Berliner Jüdinnen und Juden, die von hier aus in die Vernichtungslager deportiert wurden. In der Gedenkstätte Sachsenhausen wird die systematische Brutalität des nationalsozialistischen Terrors eindrücklich erfahrbar. Diese Orte sind Mahnungen – gegen das Vergessen und für eine wache, demokratische Gesellschaft.
Gerade in einer Zeit, in der antisemitische, rassistische und geschichtsverfälschende Tendenzen wieder lauter werden, ist das Erinnern von besonderer Bedeutung. Der Holocaust ist nicht nur Geschichte. Er ist eine Warnung für unsere Gegenwart und ein Auftrag für die Zukunft. Menschenwürde, Demokratie und Solidarität dürfen niemals zur Verhandlungsmasse werden.
Den Opfern zu gedenken heißt, aus der Geschichte zu lernen und jeder Form von Menschenfeindlichkeit entschieden entgegenzutreten. Unsere Erinnerung ist ihr Vermächtnis. Nie wieder.
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