
Der Welttag der Verhütung des Ertrinkens wurde im Jahr 2021 von den Vereinten Nationen ausgerufen. Er macht auf die weltweiten Folgen des Ertrinkens aufmerksam und soll das Bewusstsein für wirksame Präventionsmaßnahmen stärken. Ertrinken verursacht weltweit rund 7 Prozent aller verletzungsbedingten Todesfälle und betrifft jedes Jahr Hunderttausende Menschen.
Jährlich ertrinken etwa 236.000 Menschen. Besonders Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind gefährdet: In der Altersgruppe bis 24 Jahre zählt Ertrinken weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Vor allem Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen sind stark betroffen. Mehr als 90 Prozent der unbeabsichtigten Todesfälle durch Ertrinken ereignen sich dort. Besonders viele Fälle werden in den WHO-Regionen Westpazifik und Südostasien verzeichnet.
Der Aktionstag weist auf die tiefgreifenden Auswirkungen hin, die Ertrinken für Angehörige, Familien und Gemeinschaften hat. Viele dieser Todesfälle könnten durch gezielte Prävention verhindert werden. Dazu gehören Schwimmunterricht, Schulungen in sicherer Rettung und Wiederbelebung, die sichere Betreuung von Kindern, Barrieren zum Schutz vor offenem Wasser sowie ein verbessertes Hochwasserrisikomanagement. Als Sportpolitiker der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus lege ich hier einen persönlichen Schwerpunkt.
Die Vereinten Nationen und die WHO rufen Regierungen, Organisationen, Wissenschaft, Privatwirtschaft und Einzelpersonen dazu auf, gemeinsam zu handeln. Ziel ist es, lebensrettende Maßnahmen zu fördern, Risiken zu verringern und den Zugang zu Sicherheit und Aufklärung weltweit zu verbessern.
Der Welttag der Verhütung des Ertrinkens erinnert daran, dass Ertrinken vermeidbar ist. Mit Wissen, Aufmerksamkeit und konkreten Schutzmaßnahmen können Leben gerettet werden. Dafür setzen wir uns ein.
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