Für das Primo-Levi-Gymnasium in Weißensee ist ein wichtiger Schritt getan: Bezirksamt Pankow, die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und die HOWOGE haben die Projektvereinbarung für den Ergänzungsneubau unterzeichnet. Damit ist der Weg frei für die konkrete Planung eines Vorhabens, für das ich mich seit vielen Jahren einsetze: einen gemeinsamen Schulcampus für eine der beliebtesten Schulen Berlins. Die Idee ist so einfach wie überzeugend und sie kam ursprünglich aus der Schulgemeinschaft selbst: Statt weiter auf zwei getrennte Standorte verteilt zu sein, soll das Primo-Levi-Gymnasium künftig an einem Ort zusammenwachsen. In der „guten Stube” von Weißensee entsteht so, gemeinsam mit dem historischen Gebäude des früheren Bühring-Gymnasiums am Kreuzpfuhl von 1910 und der bestehenden Turnhalle, durch den neuen Ergänzungsbau ein zusammenhängender Campus Primo-Levi. Das heutige Gebäude an der Pistoriusstraße kann mittelfristig als weiterer Grundschulstandort für den wachsenden Ortsteil genutzt werden – ein doppelter Gewinn für Weißensee.
Mit der jetzt unterzeichneten Projektvereinbarung sind die Voraussetzungen für die Standortentwicklung, die Schaffung des notwendigen Baurechts sowie für Planung und Bau geschaffen. Als Nächstes müssen Bezirk, Senat und HOWOGE das Bedarfsprogramm in eine funktionale Baubeschreibung überführen und die weiteren Planungsschritte vorbereiten. Mit dem entstehenden Neubau erwarte ich eine deutliche Verbesserung der Unterrichtsbedingungen für die Schülerinnen und Schüler des Primo-Levi-Gymnasiums. Was heute nach einem logischen Verwaltungsschritt aussieht, war das Ergebnis harter politischer Arbeit. Das für den Neubau benötigte Grundstück an der Woelckpromenade befand sich lange in privater Hand. Die öffentliche Hand musste das Grundstück für rund 20 Millionen Euro von privaten Investoren zurückkaufen, um den Campus überhaupt realisieren zu können. Für die Bereitstellung der dafür notwendigen Haushaltsmittel habe ich mich im Abgeordnetenhaus erfolgreich eingesetzt – ohne diesen Rückkauf gäbe es heute keine Projektvereinbarung und keinen Campus Primo-Levi.
Diese Geschichte zeigt aber auch etwas Grundsätzliches: wie stark die Grundstückspreise in Berlin in den vergangenen Jahren gestiegen sind. Was einst ein vergleichsweise überschaubarer Ankauf hätte sein können, wurde durch die Entwicklung des Immobilienmarkts zu einer deutlich teureren Investition für das Land Berlin. Genau deshalb ist es so wichtig, dass die öffentliche Hand rechtzeitig handelt, statt der Preisentwicklung hinterherzulaufen – gerade bei Flächen, die wir für Schulen, Kitas und andere Infrastruktur dringend brauchen. Wo private Interessen und öffentlicher Bedarf aufeinandertreffen, muss Politik bereit sein, auch schwierige und teure Entscheidungen zu treffen.
Bis zum ersten Spatenstich ist es noch ein Stück Weg: Vorgesehen ist ein 2-6-6-zügiges Gymnasium mit Außenanlagen auf den Grundstücken Woelckpromenade 8–10 sowie einer Teilfläche der Woelckpromenade 11. Nach jetzigem Planungsstand soll der Bau ab 2029 beginnen, die Übergabe ist frühestens 2033 vorgesehen. Anschließend kann auch das historische Haus B saniert werden, ohne dass der Schulbetrieb darunter leidet. Mein Dank gilt allen, die sich seit Jahren für diese Lösung eingesetzt haben: der Schulgemeinschaft, die die Idee selbst entwickelt hat, dem Bezirksamt Pankow, der Senatsverwaltung für Bildung sowie der HOWOGE für die konstruktive Zusammenarbeit. Ich werde das Projekt weiter eng begleiten, damit aus der Vereinbarung von heute zügig sichtbare Fortschritte für die Schülerinnen und Schüler in Weißensee werden.


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