Gestern, am 8. Oktober, jährte sich der Todestag von Willy Brandt zum 34. Mal. Als ehemaliger Bundeskanzler, Regierender Bürgermeister von Berlin und langjähriger SPD-Vorsitzender hat kaum ein anderer die deutsche und Berliner Geschichte so nachhaltig geprägt wie er.
Er war ein Wegbereiter für Frieden, Freiheit und soziale Gerechtigkeit. Mit seinem Motto „Wandel durch Annäherung“ setzte er Maßstäbe für eine Versöhnung zwischen Ost und West und schuf neue Perspektiven für eine demokratische und offene Gesellschaft.
Mit den Ostverträgen schlug er einen Kurs der Entspannung und des Ausgleichs mit der Sowjetunion, der DDR und den übrigen Ostblockstaaten ein. Für diese Politik erhielt Brandt 1971 den Friedensnobelpreis.
Mit seinem Kniefall am 7. Dezember 1970 in Warschau setzte er ein Zeichen für Mut, Demut und das bewusste Anerkennen der historischen Verantwortung Deutschlands. Es war eine symbolische Geste der Demut und des Gedenkens an die Opfer der deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg.
Doch auch wenn Brandt schon seit vielen Jahren nicht mehr unter uns ist, lebt seine Vision weiter: ein Europa, das auf Freiheit, Solidarität und gegenseitigem Respekt aufbaut.
Aus diesem Grund durfte ich gestern zusammen mit Tim Klüssendorf, Generalsekretär der SPD, sowie Wolfgang Thierse, ehemaliger Präsident des Bundestages, einen Ehrenkranz an seinem Grab niederlegen.
Auch heute erinnert er uns daran, dass politisches Handeln immer auch Verantwortung und Menschlichkeit verlangt.



Bitte hinterlasse eine Antwort