Besuch zum fünfjährigen Jubiläum der Seniorenresidenz in der Gustav-Adolf-Straße in Weißensee

Am gestrigen Sonntag hatte ich die große Freude, am Fest zum fünfjährigen Bestehen der Seniorenresidenz in der Gustav-Adolf-Straße in Berlin-Weißensee teilzunehmen. Als Wahlkreisabgeordneter, zu dessen Wahlkreis auch dieser Teil von Weißensee im Alt-Bezirk gehört, war es mir ein besonderes Anliegen, bei diesem Jubiläum dabei zu sein. Vor gut einem Jahr befand sich mein Bürgerbüro noch ganz in der Nähe – umso mehr habe ich mich gefreut, bekannte Wege wiederzugehen und mit vielen Menschen ins Gespräch zu kommen.

Die Seniorenresidenz hat kurz nach ihrer Eröffnung eine enorme Bewährungsprobe bestehen müssen: die Corona-Pandemie. Diese Zeit hat Bewohnerinnen und Bewohnern, Angehörigen sowie dem gesamten Team viel abverlangt. Rückblickend lässt sich jedoch mit großer Anerkennung sagen, dass die Leitung gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – und nicht zuletzt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern – diese Herausforderung mit bemerkenswerter Professionalität, Verantwortungsbewusstsein und Menschlichkeit gemeistert hat. Darauf kann das gesamte Haus stolz sein.

Besonders gefreut hat mich der herzliche Empfang durch den Leiter der sozialen Betreuung, Daniel Trinckl, mit dem ich mich intensiv über die aktuellen Herausforderungen im Betrieb einer solchen Einrichtung austauschen konnte. Der Fachkräftemangel, steigende Kosten und wachsende Anforderungen an Pflege und Betreuung sind Themen, die uns politisch wie gesellschaftlich gleichermaßen beschäftigen. Umso beeindruckender ist es, mit wie viel Engagement hier gearbeitet wird und wie vielfältig das Angebot für die Bewohnerinnen und Bewohner ist. Regelmäßige Konzerte im Haus, kulturelle Veranstaltungen und der generationenübergreifende Austausch mit der benachbarten Kita zeigen, wie lebendig und offen diese Einrichtung ist. Gerade diese Begegnungen zwischen Jung und Alt sind von unschätzbarem Wert – sie stiften Gemeinschaft, fördern Verständnis und bereichern alle Beteiligten.

Das Jubiläumsfest selbst bot zahlreiche Informationen sowohl zum stationären Wohnen als auch zum betreuten Wohnen. Bei einer Hausführung konnte ich mir persönlich ein Bild von den Räumlichkeiten und dem Alltag in der Residenz machen. Im Erdgeschoss kamen Bewohnerinnen und Bewohner sowie Gäste bei Kaffee und Kuchen zusammen. Dank des sonnigen Wetters war auch der Grillstand im Außenbereich ein beliebter Treffpunkt – ein schönes Bild für gelebte Gemeinschaft. Auch die musikalischen Konzerte im Erdgeschoss und im Obergeschoss rundeten den Nachmittag ab.

Was mir besonders in Erinnerung bleibt, ist die freundliche, warme Atmosphäre des Hauses. Überall war spürbar, dass hier nicht nur gearbeitet, sondern mit echter Zuwendung gepflegt und begleitet wird. Der empathische und respektvolle Umgang des Pflegepersonals mit den Bewohnerinnen und Bewohnern hat mich sehr beeindruckt. Gute Pflege bedeutet weit mehr als Versorgung – sie bedeutet Zeit, Aufmerksamkeit, Würde und Menschlichkeit.

Seniorenresidenzen wie diese sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer sozialen Infrastruktur. Sie geben älteren Menschen Sicherheit, Gemeinschaft und Lebensqualität. Gleichzeitig entlasten sie Angehörige und schaffen Orte, an denen Würde im Alter konkret gelebt wird. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe – auch politisch –, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass solche Einrichtungen auch künftig verlässlich arbeiten können.

Ich danke der Seniorenresidenz herzlich für die Einladung, der ich sehr gern gefolgt bin, und wünsche dem gesamten Team sowie den Bewohnerinnen und Bewohnern weiterhin alles Gute für die kommenden Jahre.

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