Das Berliner Bäderkonzept 2025 – Kernpunkte zur Zukunftsstrategie der Bäderlandschaft Berlins

In der Plenarversammlung am 19. Februar 2015 steht das Bäderkonzept Berlins für die nächste Dekade zur Diskussion. In Zukunft soll die Attraktivität für Freizeit- und Leistungssportler weiterhin gesteigert werden. Dies kann nur mittels einer Orientierung an den Bedürfnissen aller Bevölkerungsgruppen bei gleichzeitig solider wirtschaftlicher Basis erreicht werden.

Das vom Senat verabschiedete Konzept sieht die Beibehaltung aller bestehenden Bäder vor. Wohlgemerkt: Derzeit sind 37 Bäder, sowie an die 30 Sommerstandorte in Betrieb, so viele, wie seit Jahren nicht mehr. Dieser Trend muss fortgesetzt werden!

Das Konzept sieht weiterhin vor die Hälfte der Becken dem gebührenfreien Schwimmunterricht der Schulen und Kitas zur Verfügung zu stellen. Durch die jährlichen 50 Mio. Euro Zuschuss an die Bäderbetriebe wird zudem der Vereinssport gefördert und der einfache Besuch eines Bades subventioniert – andernfalls wäre der Eintritt erheblich teurer.

In den letzten Jahren wurde die Erfahrung gemacht, dass nicht jede Sanierung besser war als es ein möglicher Neubau eines Bades gewesen wäre. Auch reflektiert der neue Plan den Umstand, dass bisher primär eine kleinere Zielgruppe – die sportlichen Schwimmerinnen und Schwimmer – angesprochen wurden. Deshalb sollen neue Akzente im Freizeit- und Erholungsbereich gesetzt werden, um dem offensichtlichen Bedürfnissen eines Großteils der Berlinerinnen und Berliner entgegen zukommen. Geplant sind zwei Pilotprojekte in Mariendorf und Pankow: die Multifunktionsbäder. In diesen Bädern soll es Becken mit wärmeren Wasser, Saunen und kinderfreundlichere Beckenvarianten uvm. geben. Ein weiterer Vorteil ist, dass diese Becken nicht  saisonal, sondern 365 Tage im Jahr zugänglich sind. Mit den beiden Pilotprojekten soll die Zukunftsfähigkeit dieser Variante für Berlin und sein Bädernetz getestet werden.

Im bundesweiten Vergleich zeigt und zeigte sich das Bäderkonzept des größten deutschen Bädernetzes als vorbildlich. Es achtet die Daseinsvorsorge im besonderen Maß und durch die in den letzten Jahren erwirtschafteten finanziellen Spielräume soll dies auch in Zukunft gewährleistet werden.

Bitte hinterlasse eine Antwort